Peking

Benschilada Peking Beijing China (6)

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Peking, die chinesische Hauptstadt hatte nach vergangenen (09/2010) Volkszählungen ca. 18 Millionen Einwohner und zählt natürlich zu den Mega Städten der Welt. Egal wo man sich in Peking auf den Straßen bewegte, in welche Richtung man sah, es herrschte wahnsinnig viel Verkehr. Die Autobahnen waren so voll, dass an dem einen Tag nur Autos mit geraden Kennzeichennummer fahren durften und am darauffolgenden Tag, nur die, mit ungeraden Nummern. Es gab auch Obergrenzen für maximal zugelassene Autos pro Tag, Woche, Monat und Jahr. Die öffentlichen Verkehrsmittel waren in den Stoßzeiten so voll, dass man normalerweise nicht umfallen konnte. Mit dem Auto einmal quer durch die Stadt von einem Ende zum anderen entsprach ca. 60 Km. Das Verkehrsnetz in Peking bestand aus insgesamt 5 Autobahnringen. Einmal auf den 5ten Ring um Peking sind ca. 100 Km. Für unsere fränkischen Verhältnisse war das einfach eine nicht vorstellbare Dimension. 🙂

Zum ersten mal in/nach China? Wer eine kleine Reisevorbereitung /-lektüre für China benötigt wird mit guten Geschichten in der Gebrauchsanweisung China fündig.

Bei meiner Ankunft in Peking wusste ich noch nicht, wie lange ich beruflich in China bleiben werde, aber ich hatte als kleine Eingewöhnungsphase erstmal 14 Tage Peking-Aufenthalt vor der Brust und wollte mich ein wenig an die neue Kultur, Lebensweise und vor allem an das Essen gewöhnen. Ich dachte mir, dass ich bei einer kleinen Stadtbesichtigung sicher eine bessere Vorstellung von der Größe der Stadt und von der hier lebenden Menschenmenge bekomme.

Um ehrlich zu sein, hatte ich an meinem ersten Sightseeing Tag die Größe der Stadt absolut unterschätzt. Ich hatte nämlich ursprünglich vor mit dem Bus vom Lido Hotel zum Tiannanmen Platz zu fahren. Ich dachte mir „Man sitzt im Bus, außen, kann das geschehen ein wenig beobachten usw. und irgendwann kommt man dann schon an.“ Ich ging also zur Bushaltestelle, der Bus kam, ich stieg ein, Fahrpreis 1 RMB und ich fuhr und fuhr. Der Bus hielt öfters an, stand ab und zu kurz im Stau und nach etwa einer Stunde dachte ich mir das ich eigentlich nicht mehr weit vom Tiannanmen Platz entfernt sein kann. So stieg ich aus, lief ein wenig die Straße entlang, vorbei an verschiedensten kleinen chinesischen Läden, aber so richtig ans Ziel bin ich noch nicht gekommen. Schlussendlich habe ich einem chinesischen Eisenwarenladen Besitzer meinen Stadtplan gezeigt um den aktuellen Standort herauszufinden. Hmmmmm….. Naja…. Ich war noch nicht wirklich weit gekommen und war noch 5 Metro Stationen vom Platz entfernt 🙂 und laufen war dann definitiv noch zu weit. Also, die Reststrecke fuhr ich dann mit der Metro. Die Alternative wäre noch Taxi gewesen, 15min im Taxi kosteten so ca. 2€ aber Metro.

Der Tiannanmen Platz ist der angeblich größte öffentliche Platz der Welt und da es Wochenende war, waren auch entsprechend viele Leute dort unterwegs. Als ich die Treppen in Metro nach oben zum Ausgang ging stürmten schon ein paar Chinesen auf mich zu und offerierten mit „Tour…Tour, cheap…cheap“….Ich bin einfach weiter gelaufen…. Ich habe mir dann in aller Ruhe die Verbotene Stadt angesehen. Ich war auch auf dem Jingshan Hügel, der auf der nördlichen Seite liegt, von wo aus man einen ziemlich schönen Ausblick auf die Verbotene Stadt genießen kann. Eintritt für die Stadt selbst lag so bei ca. 30 RMB. Die schöne Aussicht ist einmalig und wenn man ein bisschen Zeit hat kann man auch gut beobachten, was sich in den Bereichen der Stadt tut, zu denen die Touristen keinen Zutritt haben.

Anschließend bin ich noch „freischnautze“ durch die Stadt gelaufen, bin mit der Rickscha durch das Hutong Viertel gefahren und habe abschließend noch ein paar Fake-Märkte für ein paar Hemden angesteuert. Ein maßgeschneidertes Hemd mit guter Qualität kostete ca. 100 RMB. Auf den Fake-Märkten in Peking war natürlich wieder handeln angesagt und so war der Preis von einem Hemd ursprünglich bei ca. 250 RMB. Das Handeln ist am Anfang immer schwer, aber man muss es einfach ausprobieren. 🙂

Was ich festgestellt hatte war, dass die Preise hier in Peking auf jedenfall nicht so günstig waren, wie immer geglaubt wird. Besonders in dem „Stadtviertel“ in der Nähe meiner Unterkunft – dem Holiday Inn Lido Hotel waren die Preise sehr hoch. Rund um das Hotel war man aber im allgemeinen auf internationale Besucher eingestellt. Es gab z.B. ein Irish Pub oder verschiedene Sport Bars und auch diverse Fast Food Läden. Das Cafe del Mar. Jedoch, trotz der Internationalität wurde hier wenig Englisch gesprochen. Wenig hatte ich erwartet, mit so wenig jetzt aber nicht gerechnet.

Peking, Beijing, übersetzt die Nördliche Hauptstadt ist auf jedenfall eine riesige Stadt, die ersten paar Tage haben mir sehr gut gefallen. Ich war mit Kollegen ein paar mal sehr gut Essen, sowohl einheimische als auch internationale Küche, denn man konnte sich ja nicht gleich komplett auf asiatisches Essen umstellen. Es war komischerweise tagsüber super Wetter, keine Smog, blauer Himmel und Nachts hat es immer geregnet. Angeblich soll das an den anstehenden Nationalfeiertage liegen. Denn die Feiertage hinsichtlich der Gründung der Volksrepublik China lagen vor der Tür und wer möchte da schon schlechtes Wetter. Also soll man mit Silberjodid gezielt schönes Wetter herbeigerufen haben. Naja…. wie auch immer, ich war gespannt wie es weitergehen wird. Wie das mit der Visumverlängerung klappen würde und was sonst noch so auf mich zu kam.

Leider hatte ich keine Zeit mehr für den Sommerpalast Yihe Yuan und den Himmelstempel.

VG, Benni

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