Andalusien

Benschilada Andalusien (29)

‚Klick‘ auf eines der nachfolgenden Bilder, um die Slideshow mit großen Bilder zu starten.

‚Klick‘ auf das nachfolgende Bild, um zum verwendeten Reiseführer zu gelangen

Reiseführer Andalusien

Vamos a Andalucia. Nach ein paar königlichen Tagen in Madrid und catalanischen Tagen Valencia ging unsere Reise mit dem Mietwagen entlang der Küstenstraße bis nach Andalusien. In der Region Andalusien leben ca. 10 Millionen Menschen, erstreckt sich über 83.000 km2 und bildet die südlichste der 17 autonomen Regionen in Spanien. Im südlichen Raum grenzt es an das Mittelmeer und den Atlantik. Die westlichste Grenze Andalusiens bildet den Übergang zum südeuropäischen Nachbarn aus Portugal. Das erste Ziel in der andalusischen Provinz Almeria war das weiße Dorf Mojacar. Das kleine Weiße Dorf selbst ist zweigeteilt. Es gibt einen Teil direkt am Strand und das „alte“ Dorf auf einen kleinen Berg.

Wir haben im alten und in der Sonne sich malerisch weiß spiegelnden Dorf übernachtet. Das Hotel Mamabels. Von fasst überall hatte man hier Blick aufs Meer. Das Frühstückt wurde morgendlich auf der traumhaften Terrasse serviert. Hier möchte man jeden Tag aufwachen und in den Tag starten! Am ersten Tag in Mojacar sind wir durch das wirklich kleine überschaubare Dorf geschlendert. Viele kleine verwinkelte Gässchen, hier und da ein paar kleine Lädchen, 2 Lokale und von überall eine schöne Aussicht.

Am 11. Tag sind wir Back on the Road, von Mojacar nach Granada. Als wir in “Alhambra-Stadt“ angekommen sind, haben wir uns erst mal durch den dichten spanischen Innenstadtverkehr gekämpft, um zu unseren Hotel, dem Hotel Britz, zu gelangen. Wir vor unserer Abreise in Mojacar hatten wir das noch gebucht. Mit dem Auto zum Hotel finden, war überhaupt erst mal das schwierigste. Nach einer kleine Orientierungsfindung war uns klar das unser Hotel ca. 500m entfernt vom unteren Ende der Alhambra direkt am Plaza Nueva liegt. Es lag mitten im abgesperrten Fußgängerbereich. Das haben wir am Anfang nicht gecheckt und haben mit Blick auf die Absperrung noch mal unsere Eingabe im Navi kontrolliert. Wie sich herausstellte haben Autos, Taxis usw. nur eine sehr eingeschränkten Zufahrtsberechtigung. Wir wollten unser Gepäck nicht kilometerweit tragen, also beschlossen wir einfach „Wir versuchen da mal reinzufahren“, wir also fahren an die Schranke ran, hinter uns schon nach ein paar Sekunden eine ganze Kolonne Taxis, Polizei etc., ran an die Sprechstation, die freundliche spanische Stimme fragte was Sie für uns tun könnte, wir sagen „A Hotel Britz“, es dauert ein paar Sekunden, sie sagt wie Bitte, wir schauen uns beide an und werden schon langsam nervös und wiederholen aber nochmal „A Hotel Britz“ es dauert wieder ein wenig, hinter uns hubt schon jemand und wir befürchten schon das wir nicht rein gelassen werden, aber plötzlich geht die Schranke hoch und wir können reinfahren. Wir waren erleichtert. Unser Auto mussten wir später nichts desto trotz ca. 3 km von unserem Hotel parken. Dafür aber kostenlos. Am Abend haben wir bei einem kleinen Spaziergang die Innenstadt erkundet, Karten für die Alhambra am Bankautomat gekauft und uns bei Tapas Y Cervecas gestärkt.

Am nächsten Morgen sind wir um 7:30 Uhr aufgestanden, um mit dem ersten Ansturm um 8:00 Uhr in die Alhambra zu kommen. Die Alhambra liegt auf einem kleinen Hügel mitten in Granada und um zum Eingang des Maurischen Baus zu gelangen mussten wir ca. 1,5 km ans obere Ende laufen. Oben angekommen waren schon viele Reisegruppen in der normalen Schlange angestanden. Wir konnten allerdings mit den gekauften Karten am Vorabend direkt an der Schlange vorbei und mussten nicht 1 bis 2 Stunden anstehen. Die Alhambra besteht aus dem Generalife, den von Mauren angelegten Gärten mit Obstbäumen, seltenen bunten Blumen und leise plätschernde Springbrunnen in den kleinen Palacios von denen es sehr viele verteilt über die ganze Fläche der Alhambra gibt.

Des Weiteren gibt es die Nazaries bestehend aus weißem Marmorgestein & Bädern im Inneren. Die sehr aufwendig und in filigraner Kleinstarbeit herzustellenden hölzernen Decken aus kleinen zedern Plättchen. Dann gibt es noch den bekannten Innenhof „Patio de los Leones“ mit den Wasserspeienden Marmorlöwen und ein paar schöne Aussichtspunkte auf richtigen Festungstürmen von welchen man einen sehr schönen und weiten Blick über Granada hat. An vielen Stellen werden in der Alhambra die maurisch verzierten Tür- und Fensterbögen restauriert, es wird generell mit viel Aufwand versucht den vergangen Flair von der Alhambra weiterleben zu lassen. Um ca. 14 Uhr sind wir wieder aus der Alhambra, war ein gutes Timing, denn als wir am Hotel ankamen begann es auch gleich zu Regnen. Wir haben eine kleine Siesta gemacht und sind am Nachmittag durch das Maurische Viertel Alabacin flaniert. Zurück im Hotel, haben wir im Gemeinschaftsraum Natalie&Salvador kennengelernt die uns eine der vielen Flamenco Shows empfohlen haben. Die doch ganz gute Flamenco Show war in einem kleinen Gewölbekeller, auf der Bühne war ein Trio bestehend aus Tänzerin, Gitarrist und einem Sänger der „gesungen“ bzw. den Muezzin von Granada gemacht hat.

Am nächsten Tag haben wir wieder unsere Koffer gepackt, uns von der sehr freundlichen Rezeptionistin verabschiedet und sind von Granada über Malaga in Richtung Marbella. Aus dem Hotel ausgecheckt sind wir noch kurz zum Plaza Nueva Frühstücken, mir gings irgendwie nicht sooo gut (schlechtes Bier) und danach haben wir unser Auto geholt. …..Ranfahren an die Sprechanlage, „A Hotel Britz“, die Bollern gehen runter und die Schranke hoch, Gepäck einladen, Winke Winke und ab Richtung Malaga. Auf dem Weg dorthin sind wir noch über Fuente Vaquero, dort ist ein bekannter spanischer Dichter, Autor und Schauspieler geboren Namens Federico Garcia Lorca. Bekannt sind vor allem seine Werke für das Theater. Wir haben uns das relativ unspektakuläre Geburtshaus angesehen, haben kurz im Supermercado eingekauft und Brotzeit gemacht und sind dann weitergefahren. In der Geburtsstadt Picassos, Malaga, haben wir eine kostenlose Führung(Int. Touristen Tag) mit Mercedes durch die Alcazaba gemacht. Die Führung war wahnsinnig gut und obwohl die Führung kostenlos war, sind wir dennoch nur ca. 6 Leute gewesen. Anschließend wollten wir eigentlich noch ins Picasso Museum aber die Zeit war schon sehr vorangeschritten und es hätte sich bei dem Preis nicht mehr gelohnt. Stattdessen waren wir dann im Picasso Haus und am Placa de la Merced. Am Abend sind wir dann doch noch nach Marbella gefahren und haben wirklich noch glücklicherweise ein Zimmer bekommen. Es war überhaupt nicht schön, es hat zudem noch geregnet, wir haben für 30 €/Zimmer nur kurz geschlafen und am nächsten Tag waren wir auch so schnell wie nur möglich wieder weg! Wir wollten eigentlich ein bisschen Sonne tanken am Strand, da es aber geregnet hat sind wir gleich weiter nach Ronda.

Am 14. Tag, wir wollten eigentlich bei den Russen noch schnell Hotels in Ronda checken, hätte aber 4€ gekostet und entschieden einfach so los zu fahren. Ist ja schließlich keine Hochsaison. Es findet sich in der Regel immer ein Hotel oder Zimmer! Kaum waren wir aus Marbella raus, auf der Serpentinen Straße nach Ronda, da blickte doch gleich die Sonne ein wenig aus den leichten Regenwolken. Schön….. Von Marbella nach Ronda musste man so einen kleinen aber nicht wirklichen „Pass“ überqueren. Oben war so eine kleine Trucker Kneipe in der wir gefrühstückt haben. Kurz noch Geld ziehen und anschließend weiter. In Ronda haben wir im Hotel Virgen del Rocio für 40€/Zimmer übernachtet. Hotel war wieder wahnsinnig zentral, wobei das auf einem Plateau liegende Ronda auch nicht so groß ist. Ronda ist eine schöne Stadt mit ca. 35000 Einwohnern und kleinen romantischen Zentrum. Highlights sind hier die bekannte Berglandschaft Serranía de Ronda, die große Brücke und die steilen Hänge um das Zentrum der Stadt. Ronda zählt zu den größten „weißen Dörfern“ Andalusiens, wenn gleich Ronda aber nicht so weiß ist wie Mojacar!

Am 15. Tag sind wir, einen Tag früher als ursprünglich geplant Richtung Cadiz, der Wetterbericht auf dem Ipod „versprach“ einiges im Vergleich zur aktuellen Lage in Ronda mit 18,5 °C bei sporadischen Regen. In Cadiz scheint ab sofort für die nächsten 5 Tage bei knapp 30°C die Sonne und es ist windstill. Endlich mal Sonnen, im Meer Baden und einfach nur Relaxen. Also auf nach Cadiz!!! Unterkunft buchten wir im doch relativ weit entfernten Jerez de la Frontera. Die Bleibe war aber sehr schön, ein altes, renoviertes Haus aus der Kolonialzeit. Top für wenig Geld! Was wir nicht wussten, das Jerez angeblich die höchste Arbeitslosen- und Verbrecher Quote besaß. Das machte uns kurz bedenken, war aber völlig unbegründet, denn spätestens als uns eine Politesse ein paar Tage später einen Strafzettel im Wert von 80€ erlassen hat der an unserer Karre hing waren wir sehr positiv auf die Stadt zu sprechen. Stattdessen haben wir nur die maximale Parkgebühr bezahlt und alles war wieder in Ordnung. Wir sind tagsüber noch ein wenig durch Jerez spaziert und am Abend sind wir nach Cadiz gefahren und haben in einer Strandkneipe zu Abend gegessen und die von Gästen improvisierte Flamenco Show verfolgt.

Am darauf folgenden Tag haben wir bis ca. 10 Uhr geschlafen, haben uns bei der nächsten Panaderia unser Frühstück geholt, sind nach Cadiz an den Strand gefahren und haben am Strand gefrühstückt und einfach mal die Seele baumeln lassen. Am nächsten Tag, weils so schön war nochmal das gleiche Spiel, nur gefrühstückt haben wir in dem kleinen Cafe neben unserem Hotel.

Einmal haben wir einen Tagesausflug nach Gibraltar und Tarifa gemacht. Die ca. 120 Km haben wir nach Gibraltar sehr schnell zurück gelegt. In La Linea angekommen haben wir auf der spanischen Seite geparkt und sind dann nach Gibraltar rüber gelaufen. Die Verbindungsstraße führt direkt über die Landebahn des dort existierenden Flughafens. Man fühlt sich tatsächlich als würde man in England direkt einreisen. Englische Busse, die roten Telefonzellen und überall Fish&Chips. So besonders war aber eigentlich gar nicht. Ziemlich viele Touris. Günstiger Sprit, der Liter Super 1€ und der Alkohol & Zigaretten sind über die Hälfte günstiger als in Deutschland. Eine Flasche 43 haben wir pro forma gekauft. Sonst gibt’s hier aber eigentlich nichts besonderes. Von Gibraltar aus sind wir über Tarifa wieder zurück nach Jerez gefahren. Tarifa ist die südlichste Stadt und angeblich als Windsurfer Paradies bekannt. Man kann von hier aus nach Marokko schauen und aber natürlich auch mit der Fähre übersetzen. Die fahren hier regelmäßig. Wir haben in Tarifa ein wenig geplanscht und uns gesonnt und danach sind wir wieder in Richtung Jerez. Abendessen waren wir in Cadiz in coolen Lokal „La Gorda que te da de comer“. Wir waren zwar recht spät dran haben aber trotzdem noch was bekommen.

An unserem letzten Tag Cadiz waren wir nach dem Frühstück im Museo de Cadiz, Castillo de Cadiz(verschlossen), Beachen am Strand inkl. Comer una ensalada en „La Terracita“ und verückte Sachen im Auto, Abends am Strand.

Am 04. Oktober sind wir von Jerez weiter nach Sevilla und unsere gleichzeitig letzten Station weitergefahren. Morgens wieder schön frühstücken in unserem Stamm Cafe Trujillo um danach gut gestärkt in einer 2 stündigen Fahrt nach Sevilla zu fahren. Ankunft ca. 11:30 Uhr. Mit dem Hotel hatten wir wieder einmal Glück, es war direkt in der Innenstadt und wir bekamen, wer es der Hotelier verplant hatte, ein absolut geiles Dachterrassen Zimmer für 50 anstatt 70€/Person. J Gut das Gepäck war ein wenig mühselig hoch zu schleppen aber für die kommen paar Tage sollte sich das sehr lohnen. Zu erreichen war das Hotel ähnlich wie in Granada, nur ohne diese Bollern die runterfahren. Es befand sich in einer winzigen Seitengasse mit kleinem Innenhof vom Fußgängerzonenbereich kaum einsehbar. Also im Hotel eingecheckt haben wir erst mal das Auto am Bahnhof abgegeben und danach eine Tour durch Sevilla gemacht. Wir waren in der größten gothischen und viert größten Kathedrale weltweit. In ihr befinden sich der Sarg von Christoph Columbus, viele Altare, große Bunte Fenster und man hat von hat vom 6 stöckigen Glockenturm einen wahnsinnigen Ausblick über Sevilla. Auf den Dachterrassen der nahe gelegenen Hotels hat man einen sehr schönen Blick auf den Kathedrale und den großen Platz davor. Sehr viele haben auch einen Pool auf ihrem Dach. Anschließend sind wir noch durch das schöne Viertel Santa Cruz, vorbei an der Iglesia und dem Haus des Pilates. Am Abend sind wir am Rio Guadalquivir mit der Puente de Isabel & San Telmo entlang spaziert.

Auf dem Rückweg zum Hotel kamen wir an der Cerveceria La Surena vorbei, da war wahnsinnig viel los, weil es wie sich herausstellte einen Eimer mit 5 Bier für 3 € gab. J Des weiteren gab es auch noch 2 Tapas Raciones por 1 und da haben wir natürlich dann auch zugeschlagen. Nach 3 Eimern haben wir uns Richtung Hotel aufgemacht um uns Tagesabschließend noch ins Nachtleben „zu stürzen“. Im Hotel ein wenig frisch machen und ab in die Roof Top Bar „EME“ wo wir zwar Cocktails (ein Gin Fizz für 15€) schlürften aber es hatte sich auch irgendwo gelohnt. Eine schöne romantische Aussicht auf Sevilla und die große Kathedrale und auch von der Einrichtung, Musik usw. war es einmalig. Man verbringt hier im Normalfall auch nicht den ganzen Abend. Danach sind wir dennoch nach Hause => Es war ein absolut gelungener 1. Tag

Am nächsten Morgen haben wir im Dunkin Donut gefrühstückt. Ich war jetzt nicht sooo begeistert davon aber Eva fands ganz gut. Heute stand auf dem Programm, Placa de Espana, Museo Arqueologico und da es kostenlos war auch noch Museo de las Bellas Artes. Das Highlight davon war eigentlich nur der Placa de Espana wo alle Regionen Spaniens mit einem historischen Ereignis auf einem Bild aus Fließen im Platz am Gebäude integriert sind. Echt coool! Bei Barcelona wird neben dem Catalanischen Wappen auf dem Bild gezeigt wie der vom spanischen Königreich beauftragte Columbus von Amerika zurück nach Spanien kommt. Columbus präsentiert die Fremden Schätze und Ureinwohner dem König und der Königin. Am letzten Abend waren wir nochmal, weils gestern schon so schön war in der Cerveceria La Surena, waren anschließend noch auf der Suche nach einem Club, jedoch nicht gerade erfolgreich und so sind wir dann etwas früher als sonst zurück auf die Dachterrasse unserer Pension. Gemütlich noch ein Gläschen Wein „Diamantes“ trinken.

Am nächsten Morgen und leider dem letzten Tag unserer Fantastischen Spanien Rundreise haben wir nochmal schön auf unserer Dachterrasse gefrühstückt und sind dann langsam aber sicher Richtung Flughafen.

VG, Eva & Benni

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s