Climbing Mount Mero

Benschilada Tansania Sansibar (11)

Mount Meru – Der kleine Bruder vom Kilimandscharo. Mit einer Höhe von 4566m ist der Mount Meru einer der größten Berge in Afrika und liegt in Tansania. An 4 Tagen sind ihn wir mit unserem Guide Jefferson in 3 Schritten auf und in 2 Schritten wieder abgestiegen. Es war anstrengend, aber jeder Morgen war mit dem Sonnenaufgang  im Rücken des Mount Kilimandscharo schlichtweg atemberaubend. Die Aussicht oben am Summit und das Gefühl es geschafft zu haben war Gänsehautfeeling.

‘Klick’ auf eines der nachfolgenden Bilder, um die Diashow zu starten.

…………Am nächsten Morgen war es so weit. Die Bergtour startete! Vorher haben wir nochmal Geld an 2 verschiedenen Automaten abgehoben, um das Limit der Automaten nicht auszureizen😉 Dann sind wir noch einmal zum Lasi Tour Büro, um die Tour komplett zu bezahlen und unsere Ausrüstung einzupacken. Mit Maaax unserem Fahrer, Koch, Guide und Guide-Assistenten sind wir zum Fuß des Mount Meru gefahren. Wobei am Rande zu erwähnen ist, das die Guides wohl eine durchzechte Nacht hinter sich hatten, denn deren Fahne machte uns auch fast betrunken. Unser Vertrauen in die beiden Guides förderte das nicht gerade. Nach anfänglichem Hin & Her hielten wir an einem Supermarkt, wo wir noch ein paar Snacks als Wegzehrung kauften und warteten dann am Tor bis alle da waren und sich in das Besucherbuch eingetragen hatten.

Dann ging es in einer Gruppe von ca. 25 Personen auf die erste Etappe des Berges. Wir wanderten von 1500 Höhenmetern auf 2500 Meter zur „Miriakamba Hut“. Die Wanderung bis dorthin dauerte ca. 6 Stunden. Wir sind überwiegend auf einer Schotterstraße gelaufen bis nach ca. 4 Stunden die Waldwege und Erdtreppen begannen. Wir sind an diesem Tag ohne Guides gelaufen. Die sind mit den anderen – Koch, Assistenten und Träger – die Abkürzung gelaufen. Nur der Ranger lief mit uns. Die Miriakamba Hütte bestand aus mehreren, kleinen Häusern, die kreisförmig angeordnet waren; ein paar Übernachtungssälen, Speiseraum, einem Platz in der Mitte, zwei Küchen und einer Aussichtsplattform.

Nachdem wir unsere kleine Herberge bezogen hatten, stellten wir fest, dass ein Schlafsack extrem nach Fisch, unseren späteren köstlichen Abendessen roch. So richtig freiwillig wollte niemand sich bereiterklären, in dem Schlafsack zu schlafen und somit versuchten wir mit allen Mitteln den bestialischen Geruch zu neutralisieren. Es stellte sich zu unserem Glück der REXONA Deo Roller als Wunderwaffe heraus.🙂 Der Deo Roller war zwar fast leer, aber der Geruch war fast verschwunden. Zum Glück!

Nach dem Abendessen haben wir in geselliger Runde Uno im Speiseraum gespielt und waren vom Höhenrausch wie betrunken🙂 Alle anderen sind um ca. 20 Uhr müde ins Bett gegangen. Wir haben in unserem „Rausch“ noch bis 22 Uhr gespielt und den Abend lustig ausklingen lassen.

Am nächsten Morgen sind wir von der „Miriakamba Hütte“ (2500m) weiter auf die „Saddle Hut“ (3500m) in 4 Stunden gelaufen. Nach einem kleinen Rast sind wir im Anschluss noch in 2 Stunden auf den „Little Meru“ (3820m), die Vorstufe des Gipfels des „Mount Merus“ geklettert. Wir sind um 6 Uhr aufgestanden, um den Sonnenaufgang hinter dem Kilimanjaro zu bewundern. Wunderschön! Anschließend haben wir um 7 Uhr gefrühstückt und sind um 8:30 Uhr Richtung „Little Meru“ aufgebrochen. Weiter ging´s. Unser Guide, Jefferson (er hieß eigentlich Anderson), lief auffällig langsam. Woran´s wohl lag…?🙂 Am Abend zuvor kam er ein paar mal zu uns an den Tisch und wirkte absolut „benebelt“. Nachdem er komisches grünes Zeug kaute, nahmen wir an, dass er vermutlich Mira kaut. Das sind junge zu kauende Blätter vom Kathstrauch. Das ist eine typische afrikanische Alltagsdroge. Um 11 Uhr hatten wir die Hälfte des Tagespensums geschafft und bereits unser komplettes Lunch Paket verputzt🙂 Um ca. 14:30 Uhr standen wir dann auf der Spitze des Little Meru. Nach unzähligen Fotos stiegen wir ab, es gab wieder „köstliches“ Abendessen und anschließend gingen wir gegen 20 Uhr ins Bett um für den Gipfelsturm vorbereitet und ausgeruht zu sein. Auf der Saddle Hut gab es wieder keine richtige Dusche, sondern nur warmes Wasser in einer Schüssel und Seife zur Wäsche am Waschbecken.

Aufstehen um 0:15 Uhr, kurzes kleines nächtliches Frühstück und um 1 Uhr ging es dann richtig los, um 7:15 Uhr auf dem Gipfel (summit) zu sein – dem“ Socialist Peak“ (4566m). Und um im Anschluss wieder auf 2500 m zur „Miriakamba Hut“ hinabzusteigen. Einige Gruppen waren schon unterwegs, da die Startzeit von der „Stärke“ der Gruppe abhängig war. Zum Glück hatte Benni 3 Lampen und Batterien dabei, da die des Guides kurz nach unserem Aufbruch ausfiel…Super Vorbereitung der „erfahrenen“ Guides… 🙂 Langsam ging es dann „pole pole“, Schritt für Schritt gemeinsam mit Jackson und Anderson, von denen je einer vorne und einer hinten die Gruppe anführte und abschloss bergauf. Es war stockdunkel, man konnte nichts sehen und vertraute auf die Kenntnis der beiden Guides.

Der Weg war zäh und anstrengend: wir stapften durch Sand, Geröll und krachselten Felsen hoch. Die letzten 200 Höhenmeter waren schrecklich! Man dachte immer – den Hügel vor Augen, dass man bald am Ziel ist, jedoch ging es kurz vorm Erreichen der Spitze des Hügels wieder bergab und dann wieder bergauf. Ein ständiges auf und ab bis wir schlussendlich am Ziel waren.

Nachdem Eva während des Weges 5 Mal aufgeben wollte, haben wir es dann doch alle bis zum Gipfel geschafft. Ein unbeschreibliches Gefühl!!! Aber wir alle hatten es geschafft und fühlten uns großartig & stolz aber auch erschöpft. Auf dem Summit war der Sonnenaufgang hinter dem Kilimanjaro einmalig. Wir waren alle richtig geflasht von der Schönheit und von den gemeinsam erreichten 4566m. Wir trugen uns im Buch ein, machten natürlich noch ein paar obligatorische Fotos, harrten insgesamt aber nur kurz aus, etwa 15 bis 20min, denn wir kühlten bei den Temperaturen unter 0°C langsam aus und somit war es bald notwendig wieder in Bewegung zu kommen.

Zum Glück war es beim Aufstieg dunkel und man wusste nicht genau, was einen jetzt gleich wieder erwarten würde. 5 1/2 Stunden haben wir hoch gebraucht und 5 Stunden (mit vielen Pausen) runter. Dann haben wir weitere 2 Stunden benötigt, um die Miriakamba Hut zu erreichen. Abends um 17 Uhr erreichten wir die Hütte. Wir waren bis dahin 17 Stunden unterwegs. Wir waren mit den Kräften am Ende. Abendessen & Licht aus!

Der letzte Tag unseres Berg-Abenteuers war gekommen: Wir sind von der Miriakama Hütte wieder runtergelaufen bis zum Gate. Diesmal sind wir aber die Abkürzung gelaufen. Während des Abstiegs haben wir uns lange und ausgiebig mit den Guides über Fußball und Tansania unterhalten. Es herrschte eine entspannte und vertraute Stimmung. Unten angekommen, wurde uns allen unser Mount Meru Diplom verliehen…….

 

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